Advaita Vedanta – Philosophie der Einheit #Yoga

Advaita Vedanta ist eine der ältesten Schulen der indischen Philosophie. Es wurde durch die Lehren von Shri Shankaracharya im 8. Jahrhundert immens gestärkt, aber seine Wurzeln reichen weit in die Antike zurück, bis in die vedische Zeit.

Die Vedantas oder Upanishaden sind Teil der Veden, der alten Schriften des Hinduismus. Es gibt drei Philosophieschulen, die auf den Vedantas basieren Dvaita, Vishista-dvaita und A-dvaita.

Dvaita ist die dualistische Schule der indischen Philosophie. In dieser Hinsicht sind Gott und das Universum zwei völlig getrennte Realitäten. Gott hat das Universum und alle Menschen geschaffen und daher haben die Menschen eine niedrigere Existenzstufe als Gott.

Vishista-dvaita ist die Philosophie des qualifizierten Monoismus. Auch hier hat Gott das Universum und alle Menschen erschaffen, aber sie wurden aus Gott selbst erschaffen, aus seiner eigenen göttlichen Substanz. Daher haben hier auch alle Menschen einen göttlichen Ursprung und sind ein Teil Gottes, obwohl sie eine eigene Realität haben.

Die dritte und intellektuell stärkste Schule ist die Advaita Vedanta-Philosophie des Monismus. Hier hat das Universum überhaupt keine eigene Realität. Dies bedeutet nicht, dass das Universum nicht existiert, sondern dass es keine absolute Realität hat, seine Realität ist von der Natur der Maya, es ist nur relativ real, das heißt, seine Realität ist mehrdeutig. Nur Gott, der hier Brahman oder die Einheit genannt wird, hat die wahre Realität. Auch für den Menschen hat unser individuelles Bewusstsein keine absolute Realität, unsere individuelle Identität ist nur relativ real, und nur das Brahman oder die Einheit liegt der Wurzel unseres Bewusstseins zugrunde, was real ist.

Der Unterschied zu Vishista-dvaita besteht darin, dass in Vishista-dvaita das Universum und die Menschen auch als Teil Gottes betrachtet werden, aber in der Advaita Vedanta-Philosophie werden das Universum und unser Bewusstsein nicht als solche an sich betrachtet die Einheit, die an unserer Basis liegt, sowohl die Basis des Universums als auch unser individuelles Bewusstsein, das real ist.

Es gibt daher keine Frage der Schöpfung oder des göttlichen Eingreifens im Fall der Advaita Vedanta-Philosophie. Das Brahman oder die Einheit ist nur ein immanentes Prinzip, es gibt der Welt Realität, die ohne sie nicht existieren würde. Die Welt ist aus ihr durch den Zyklus der Expansion und Kontraktion entstanden, durch den sich das Universum bewegt, und dieser Zyklus ist ein natürlicher Zyklus, der weder gewollt noch kontrolliert wird.

Advaita Vedanta gibt ein Ziel für unsere Spiritualität vor, weil es besagt, dass das Brahman oder die Einheit die Wurzel unseres Bewusstseins ist. Es wird dann möglich, den Zustand von Brahman zu „sehen“ oder zu „erleben“, indem man in unser Bewusstsein sieht. Dies geschieht durch Yoga.

Der Advaitist kann verschiedenen Wegen des Yoga folgen, wie Raja, Gyan, Karma oder Bhakti Yoga. Aber das ultimative Ziel ist immer dasselbe, eins zu werden und mit der Einheit von Brahman zu verschmelzen. Diese mystische Erfahrung ist das oberste Ziel des Weges der Advaita Vedanta-Philosophie.

Advaita Vedanta ist ein immens stärkender und veredelnder Weg. Es sagt uns direkt, dass wir gerade in diesem Moment die Wahrheit des Universums selbst sind. Es gibt niemanden höher als uns, der uns führen oder kontrollieren kann. Wir sind bereits die höchstmögliche Macht, und wir müssen dies nur erkennen, um die vollständige Freiheit zu erreichen, nach der wir alle dürsten.

Inspiriert von Palash Mazumdar

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