Balance im Yoga – Die Bedeutung von Ida und Pingala #Yoga

Im Yoga ist die Idee des Gleichgewichts sehr wichtig.

Von den 72.000 Nadis, die in jedem Menschen existieren, gibt es zwei sehr wichtige Energiekanäle oder Nadis im menschlichen Körper. Diese beiden wichtigen Nadis fließen symmetrisch. Einer ist als Ida und der andere als Pingala bekannt. Ida repräsentiert die kreativen, weiblichen Qualitäten in dir und Pingala repräsentiert die energetischen, männlichen Qualitäten in dir. Das Ausbalancieren des Körpers durch Ausgleichshaltungen bewirkt ein Gleichgewicht zwischen Ida und Pingala und damit ein Gleichgewicht, das nicht nur physisch, sondern auch auf energetischer Ebene in uns selbst erreicht wird. Zwischen Ida und Pingala liegt Sushumna Nadi, das parallel und leicht vor dem Rückenmark existiert.

Ida Nadi beginnt und endet auf der linken Seite von Sushumna Nadi. Ida repräsentiert die Mondenergie in uns, das ist die Energie in uns, die mit dem Mond zusammenhängt. Es ist eine kühle Energie und wird von Natur aus gefördert. Die Farbe Weiß wird manchmal in Yoga-Lehren verwendet, um die subtilen Schwingungseigenschaften von Ida darzustellen. Ida ist auch auf der rechten Seite des Gehirns aktiv. Pingala repräsentiert die Sonnenenergie in uns, dh Energie, die mit der Sonne zusammenhängt. Es beginnt und endet auf der rechten Seite des Sushumna Nadi. Es ist warm und anregend von Natur aus. Pingala ist verantwortlich für alle lebenswichtigen somatischen Prozesse in unserem Körper. Die subtilen Schwingungseigenschaften von Pingala werden manchmal durch die Farbe Rot in yogischen Lehren dargestellt. Pingala ist auf der linken Seite des Gehirns aktiv.

Die Interaktion zwischen Ida und Pingala bezieht sich auf das Spiel zwischen Intuition und Rationalität, Bewusstsein und Lebenskraft und der rechten und linken Gehirnhälfte, die in uns stattfindet. Im täglichen Leben dominiert immer einer dieser Nadis. Obwohl sich diese Dominanz im Laufe des Tages ändert, ist ein Nadi normalerweise dominanter. Dies führt zu Persönlichkeits-, Verhaltens- und Gesundheitsfaktoren, die als idaartig oder pingalaartig beschrieben werden können. Ein Ziel der Yoga-Praxis ist es, ein Gleichgewicht zwischen Ida und Pingala herzustellen.

Die Idee des Gleichgewichts im Yoga wird gesehen, wenn Yoga als Hatha beschrieben wird. ‘Ha’ bezieht sich auf die Sonne oder das Sonnenprinzip von Pingala und ‘tha’ bezieht sich auf das Mond- oder Mondprinzip von Ida. Im Hatha Yoga ist das Gleichgewicht zwischen Sonnen- und Mondenergie in uns das Ziel unserer Praxis.

In vielen yogischen Lehren heißt es, dass das Gleichgewicht zwischen Sonne und Mond oder Pingala und Ida das Erwachen der Kundalini und damit das Erwachen des höheren Bewusstseins ermöglicht, das in Sahasrara, dem siebten Chakra, empfunden wird. In der Tat besagen bestimmte Yoga-Lehren, dass Sushumna Nadi, solange entweder Ida oder Pingala dominiert, schlummert oder schläft und die Kraft der Kundalini nicht geweckt werden kann und man das Bewusstsein von Sahasrara nicht spüren kann.

Wenn wir diese Definitionen wissenschaftlich betrachten, stellen wir fest, dass die linke und die rechte Gehirnhälfte jeweils für unterschiedliche Funktionen verantwortlich sind. Die linke Gehirnhälfte steuert die rechtsseitigen Funktionen des Körpers und ist auch für wissenschaftliche Gedanken verantwortlich. Die rechte Seite des Gehirns ist für die Kreativität sowie die Funktionen der rechten Körperseite verantwortlich. Im Yoga suchen wir nach einem Gleichgewicht zwischen links und rechts und so trägt das Gleichgewicht zwischen der linken und rechten Seite des Gehirns und der rechten und linken Seite des Körpers dazu bei.

Das Gleichgewicht zwischen Ida und Pingala findet beim Ajna Chakra statt, das als Lotusblume mit zwei Blütenblättern in der Mitte der Stirn dargestellt wird. Eines der Blütenblätter wird durch den Energiekanal von Ida und das andere Blütenblatt durch den Energiekanal von Pingala dargestellt.

Darüber hinaus besagt die Yoga-Theorie, dass es eine Verbindung zwischen dem Geist und dem Körper gibt. Wenn also ein Gleichgewicht im Geist – zwischen Ida und Pingala – zwischen der linken und der rechten Hemisphäre besteht, dann gibt es auch ein Gleichgewicht im Körper. Daher ist es wichtig, im Geist am Gleichgewicht zu arbeiten, um das Gleichgewicht im Körper zu entwickeln. Dies kann durch Meditation (Dhyana) oder Atemkontrolle (Pranayama) erreicht werden.

Das Gegenteil ist jedoch auch der Fall – wenn es auch im Körper ein Gleichgewicht gibt, kann ein Gleichgewicht im Geist hergestellt werden. Daher hilft die Arbeit an den physischen Asanas des Gleichgewichts auch dabei, ein Gleichgewicht im Geist herzustellen – insbesondere wenn wir uns auf den Atem konzentrieren, und wenn wir uns auf den Atem konzentrieren, konzentrieren wir uns auch auf Prana oder die Lebenskraft in uns.

Wichtige ausgleichende Posen in der Yoga-Praxis sind stehende Gleichgewichte wie:

Garudasana (Adlerhaltung)

Vrikshasana (Baumhaltung)

Natarajasana (Tänzerpose)

Utkatasana (heftige Pose)

Armausgleichsposen umfassen:

Bakasana (Kranichhaltung)

Mayurasana (Pfauenhaltung)

Tolasana (Waage Pose)

Pinchamayurasana (gefiederte Pfauenhaltung)

Bhuajapidasana (Handdruckhaltung)

In allen ausgleichenden Posen sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Kernmuskeln richten, da diese zur Stabilisierung beitragen, und auch auf Ihr Ajna-Chakra, da Ihr Ajna-Chakra die Kommandozentrale von Körper und Geist ist.

Wenn Sie also daran arbeiten, die Körperhaltung auszugleichen, bringen Sie nicht nur das Gleichgewicht in den Körper, sondern auch in den Geist und Ihre Nadis. Ein ausgeglichenes Leben ist immer ein glücklicheres Leben.

Inspiriert von Namit Kathoria

Dazu passend

Angstfanatiker #Yoga

In vielen Ländern der Welt dominieren bestimmte Regeln, Ethiken und Werte ihre Kultur. Die Struktur …

Kommentar verfassen