Die Arten von Yoga #Yoga

Der Begriff “Yoga” wird auf eine Reihe von Praktiken und Methoden angewendet, zu denen auch hinduistische, jainistische und buddhistische Praktiken gehören. Im Hinduismus umfassen diese Praktiken Jnana Yoga, Bhakti Yoga, Laya Yoga und Hatha Yoga.

Ashtanga Yoga

Yoga Sutras von Pantajali, die älteste bekannte schriftliche Zusammenstellung über Yoga, umfassen das Raja Yoga oder das Ashtanga Yoga (die acht Glieder, die geübt werden müssen, um Samadhi zu erreichen). Das ultimative Ziel der Yoga-Praxis ist es, Samadhi oder die Einheit des individuellen Selbst mit dem Höchsten Wesen zu erreichen. Patanjali erklärt, dass man diese höchste Vereinigung erreichen kann, indem man die ‘vruttis’ oder die verschiedenen Modifikationen des Geistes beseitigt. Der Geist kann wiederum durch richtige Disziplin und Training des Körpers kontrolliert werden. Das Yoga-Sutra von Patanjali besteht aus:

  1. Yama: Soziale Einschränkungen oder ethische Werte für das Leben. Dazu gehören: Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Asteya (Nichtdiebstahl), Brahmacharya (Zölibat, Treue zum Partner) und Aparigraha (Nichtbesitz).

  2. Niyama – Dazu gehören die persönlichen Beobachtungen von – Sauca (Klarheit von Geist, Sprache und Körper), Santosha (Zufriedenheit), Tapas (Ausdauer). Svadhyaya (Studium des Selbst, Selbstreflexion, Studium der Veden) und Ishvara-Pranidhana (Betrachtung Gottes / Höchstes Wesen / Wahres Selbst)

  3. Asana: Bedeutet wörtlich “Sitz” und bezieht sich in Patanjalis Sutras auf die Sitzposition, die für die Meditation verwendet wird.

  4. Pranayama –Prana, Atem, “Ayama”, um zu zügeln oder zu stoppen, dh Regulierung des Atems

  5. Pratyahara – Rückzug des Sinnes zur Vorbereitung auf die Meditation.

  6. Dharana – Konzentration

  7. Dhyana – Meditation.

  8. Samadhi – Befreiung des eigenen Körpers, um Ekstase zu erlangen.

Darüber hinaus hat Patanjali einige grundlegende Hindernisse identifiziert, die es dem Geist nicht erlauben, Yoga zu praktizieren. Er hat sie in 2 Klassen unterteilt:

  1. Antarayas (Eindringlinge auf dem Weg des Yoga)

  2. Viksepasahabhuvah (koexistiert mit geistiger Ablenkung)

Es gibt 9 Antarayas:

  1. Vyadhi (körperliche Krankheit) – Wenn ein Körper an einer Krankheit leidet, muss er geheilt und in einen gesunden Zustand zurückversetzt werden. Krankheit verursacht eine Störung des Geistes und macht es schwierig, Yoga oder irgendeine andere Form von körperlicher Disziplin zu praktizieren

  2. Styana (geistige Faulheit) – Der menschliche Wunsch, die Früchte des Handelns ohne Anstrengung zu ernten, ist der geistigen Gesundheit nicht förderlich. Es muss eine starke Willenskraft eingesetzt werden, um diese Krankheit zu beseitigen.

  3. Samshaya (Zweifel) – Der Glaube ist das einzige Heilmittel, um alle aufkommenden Zweifel zu zerstreuen.

  4. Pramada (Unachtsamkeit) – Wenn man nicht weiß, wie man Tugenden kultiviert, kann Yoga nicht praktiziert werden.

  5. Alasya (körperliche Faulheit) – Die Teilnahme an gesunden Aktivitäten hilft, diese Faulheit zu überwinden

  6. Avirati (Loslösung) – Der Geist muss von materiellen Objekten losgelöst sein, um Yoga zu erlangen

  7. Bhrantidarsana (falsche Wahrnehmung) – führt zu Selbstgefälligkeit und muss ferngehalten werden.

  8. Alabdhabhumikatva (Nichterreichung von Yoga-Zuständen) – Das Erkennen und Verbannen der bösen Züge in unserer Persönlichkeit würde auf lange Sicht helfen

  9. Anavasthitatva (Abfallen von erreichten Yoga-Zuständen)

Es gibt 4 Viksepasahabhuvah

  1. Dukha – Trauer und Leiden, die den menschlichen Geist belasten.

  2. Daurmanasya – Enttäuschung aufgrund der Nichterfüllung von Wünschen und Ambitionen.

  3. Angamejayatva – Unruhe der Gliedmaßen durch geistige Erregung.

  4. Shvasa und Prashvasa – erzwungenes Ein- und Ausatmen. Kontrolliertes Atmen oder ein Gleichgewicht in der Atmung üben einen beruhigenden Einfluss auf den Geist aus.

Patanjali erklärt, dass diese Hindernisse durch Meditation und Hingabe an Gott beseitigt werden können; das wird den Weg für die Selbstverwirklichung ebnen.

Vashishta Yoga:

Yoga Vashishta soll vom vedischen Weisen Vashishta seinem königlichen Schüler Lord Rama offenbart worden sein, der eine Reinkarnation von Lord Vishnu sein soll. Yoga Vashishta besteht aus 32000 Shlokas. In dieser Schriftstelle erklärt der Weise Vashishta Lord Rama die Lehren von Vedanta in Form von Geschichten. Er lehrt ihn über die trügerische Natur der Welt, lehrt ihn die besten Mittel, um Weisheit und Glück zu erlangen, und zeigt ihm so den Weg, der zum höchsten Geist führt.

Kundalini Yoga (Laya Yoga):

Diese Form des Yoga wurde erstmals in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in der Yoga-Kundalini Upanishad eingeführt. Kundalini Yoga ist das Yoga des Bewusstseins. Kundalini ist Urenergie oder Shakti, die schlummert und wie eine Schlange an der Basis der Wirbelsäule gewickelt ist. Es ist die Energie des Bewusstseins und des Bewusstseins in jeder menschlichen Form. Kundalini Yoga soll die schlafende Kundalini Shakti durch eine Reihe von 6 Chakren aus ihrer gewundenen Position an der Wirbelsäulenbasis erwecken und das 7. Chakra oder die Krone durchdringen. Der Zweck dieser Form des Yoga durch tägliches Üben von Kriyas und Meditation in Sadhana soll eine praktische Technologie des menschlichen Bewusstseins sein, um ihr ultimatives kreatives Potenzial zu erreichen. Das regelmäßige Üben dieses Kundalini Yoga führt dazu, dass man vom eigenen Karma befreit wird und seinen Lebenszweck (Dharma) verwirklicht.

Nada Yoga:

Die grundlegende Theorie hinter Nada Yoga ist, dass das gesamte Universum und alle seine Bewohner aus Schallschwingungen oder Nadas bestehen (Sanskrit, ‘nad’ bedeutet Klang). ‘Nada’ schwingt mit dem Klang von ‘Om’ mit, der primitiven Energieform. Nada Yoga praktiziert Übungsformen, die die Vereinigung des Selbst mit Gott durch Klang oder Musik heraufbeschwören. Das N? Da Yoga-System unterteilt Klang oder Musik in zwei Kategorien: internen Klang, Anahata und externen Klang, Ahata. Beim Nada Yoga konzentriert sich die Person auf das ‘Anahata’-Nada oder den inneren Klang. Der Fokus soll in erster Linie auf dem Schall liegen, der im menschlichen Körper erzeugt wird, und nicht auf äußeren Schwingungen. Der Aspirant erlebt ein Gefühl der Stille, das die Fähigkeit verleiht, sich wieder mit der Seele oder dem „Atman“ zu verbinden. Nada Yoga hilft uns dabei, uns auf alle Klänge einzustimmen und schließlich in den kosmischen Klang ‘Om’ einzutauchen. Yoga Sutras von Patanjali besagen, dass das Mantra ‘Om’ “der Klang ist, der das Höchste Wesen ausdrückt, das wiederholt gesungen werden sollte, während es gleichzeitig seine Bedeutung aufnimmt.”

Jnana Yoga:

Jnana (Weisheit oder Wissen) ist der schwierigste Weg im Yoga und erfordert große Willens- und Intellektstärke. Das Hauptziel dieser Form des Yoga ist es, von der trügerischen Welt der Maya (Gedanken und Wahrnehmungen) befreit zu werden und die Vereinigung des inneren Selbst (Atman) mit der Einheit allen Lebens (Brahman) zu erreichen. Dies wird erreicht, indem die mentalen Techniken der Selbstbefragung, Kontemplation und bewussten Erleuchtung, die im Sadhana Chatushtaya (Vier Säulen des Wissens) angegeben sind, kontinuierlich geübt werden. Diese vier Säulen sind die Schritte zur Erreichung der Befreiung. Die kontinuierliche Ausübung dieser Schritte würde spirituelle Einsichten fördern, Leiden und Unzufriedenheit im Leben verstehen und verringern. Die 4 Schritte sind:

  1. Viveka (Unterscheidung, Diskriminierung) – bewusste intellektuelle Anstrengung, um zwischen permanent und temporär und Selbst und Nicht-Selbst zu unterscheiden

  2. Vairagya (Loslösung) – Der Geist muss von materiellen Objekten losgelöst werden, um Yoga zu erlangen

  3. Shatsampat (sechs Tugenden) – sechs mentale Praktiken der Ruhe, Zurückhaltung, Entsagung, Ausdauer, des Vertrauens und des Fokus, um den Geist und die Emotionen zu stabilisieren

  4. Mumukshutva (Sehnsucht) – leidenschaftlicher Wunsch nach Befreiung vom Leiden.

Ebenso wichtig ist es, Demut und Mitgefühl auf dem Weg der Selbstverwirklichung zu üben.

Bhakti Yoga:

Bhakti (Hingabe oder Liebe) Yoga ist einer der vier Hauptwege, um Erleuchtung zu erlangen. Diese Form des Yoga versucht, das Bhakta (Aspirant) mit dem Göttlichen zu vereinen. Bhakti Yoga gilt als die einfachste und direkteste Methode, um die Einheit von Geist, Körper und Seele zu erfahren. Bhakti Yoga erfordert nur ein offenes, liebevolles Herz, während Hatha Yoga einen starken und flexiblen Körper erfordert, Raja Yoga einen disziplinierten und konzentrierten Geist erfordert und Jnana Yoga einen scharfen Intellekt erfordert. Bhakti Yoga ergänzt andere Wege des Yoga gut und es wird gesagt, dass Jnana (Wissen oder Weisheit) entstehen wird, wenn Sie in die hingebungsvollen Praktiken des Bhakti Yoga eintauchen.

H.Atha Yoga

Hatha (Ha-Sonne; Thamond) Yoga bezieht sich auf das Ausbalancieren der männlichen Aspekte – aktiv, heiß, sonnen- und weiblich – empfänglich, kühl, Mond – in uns allen. Es schafft einen Weg zum Gleichgewicht und zur Vereinigung der entgegengesetzten Kräfte. Es strebt an, die Vereinigung von Körper und Geist durch eine Reihe von Asanas (Körperhaltungen) und Pranayama (Atemübungen) zu erreichen, wie in alten hinduistischen Texten beschrieben. Diese Praktiken helfen, die Kundalini-Energie zu aktivieren und den Körper von negativen Gedanken zu reinigen. Es ist derzeit eine sehr beliebte Form des Yoga in der westlichen Welt.

Durch das Üben von Hatha Yoga entwickeln wir ein Gleichgewicht zwischen Kraft und Flexibilität. Zusätzlich lernen wir, unseren Geist zu kontrollieren, indem wir unsere körperlichen Anstrengungen ausbalancieren und uns der Pose hingeben. Hatha Yoga ist ein starkes Mittel zur Selbsttransformation. Wir lernen die Wissenschaft der Kontrolle unseres Atems, die es uns wiederum ermöglicht, die Irrfahrten unseres Geistes zu kontrollieren.

Inspiriert von Dr. Aakanksha Vatsal

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