Fortgeschrittene Yogatechniken: Ein Einblick in den Unterschied zwischen Mudra und Bandha #Yoga

Während man klassische Yoga-Texte studiert, wird viel über die Fähigkeit einer physischen Praxis diskutiert, die die psychologische, vielleicht sogar spirituelle Veränderung beeinflusst. Mit anderen Worten, wenn Sie dem Körper eine vorgeschriebene Reihe von Aktionen ausführen, passiert dem Geist etwas. Das Verdrehen, Drehen, Komprimieren und Dehnen an der Außenseite hat einen dramatischen Einfluss auf das, was an der Innenseite geschieht. Regelmäßige Yogapraktiker sind sich oft einig, dass das Üben von Yoga-Stellungen zu einer ruhigeren, entspannteren Haltung führt.

Entgegen der landläufigen Meinung verbrachten traditionelle Hatha-Yoga-Texte nicht viel Zeit damit, über die “Asanas” (Posen) und ihre Vorteile für den Körper zu sprechen, sondern widmeten den subtileren Praktiken der Erhöhung der potenziellen, unausgesprochenen Energie viel Aufmerksamkeit genannt “Kundalini” in höhere psychische Zentren. Es gibt zwei Hauptansätze, um diese Reaktion auszulösen:

Erstens gibt es “Mudra”, eine spezifische Körperkonfiguration, die die während Asana und “Pranayama” (Atemtechniken) angesammelte Energie in die verschiedenen psychischen Zentren locken soll. Diese Aktion provoziert bestimmte Geisteszustände und kann auch bestimmte Emotionen auslösen. Bei ausreichender Übung drehen sich die äußeren Sinne nach innen und das pranische Niveau (Lebenskraft) wird erhöht, was zu spontanen Mudras im Körper eines Yogis führt, wobei sich Hände, Füße, Augen, Arme und Beine in bestimmte Positionen bewegen.

Zweitens gibt es “Bandha”, was unter Yoga-Praktizierenden zu großen Missverständnissen und Verwirrung führt. Einige Praktiken werden in einem Text als Mudras und in einem anderen als Bandhas bezeichnet. Um das Rätsel zu erweitern, können solche Praktiken sogar unterschiedliche Namen im selben Text haben. Um Bandhas von Mudras zu unterscheiden, definieren viele zeitgenössische Lehrer Bandhas als “Energiesperren” oder als bestimmte physische Orte und Aktionen, die ausgeführt werden, um zu verhindern, dass Prana entweicht. Diese Schlösser sind “Moola Bandha” (Perineum- oder Cervix-Retraktionsschloss), “Uddiyana Bandha” (Abdominal-Retraktionsschloss) und “Jalandhara Bandha” (Halsschloss).

Eine andere Art, über die Beziehung zwischen Mudras und Bandhas nachzudenken, ist, dass die ersteren im Allgemeinen arbeitsintensiver sind als die letzteren. Bandhas sind vielleicht schwierig zu finden, aber eine regelmäßige und anhaltende Asana-Praxis unter den wachsamen Augen eines guten Lehrers kann diese physischen Locken entwickeln oder zumindest die Sensibilität und das Bewusstsein um das Perineum, den Bauch und den Hals fördern, die wichtige physische Wahrzeichen sind im Hatha Yoga System.

Betrachten Sie also eines der wichtigsten Mudras: “Khechari Mudra”, das vorschreibt, die Zunge an einer ganz bestimmten Stelle im Schädel umzukehren (direkt hinter der Position des dritten Auges). Die Zunge sollte regelmäßig massiert und gezogen werden. Dann wird die Membran, die die Zunge mit dem unteren Teil des Mundes verbindet (Frenulum linguae), in wöchentlichen Abständen jeweils ein kleines Stück geschnitten. Die alten Texte besagen, dass täglich eine Mischung aus Salz und Kurkuma auf den Schnitt aufgetragen wird und nach einem Zeitraum von 6 Monaten die Zungenwurzel vollständig durchtrennt wird.

Die Praxis, auch bekannt als “Nabho Mudra” und “Lambhika Yoga”, wird im Allgemeinen von einem frühen Alter von 12 bis 16 Jahren gelehrt, wenn sich der Körper noch entwickelt. Es dauert viele Jahre der Übung, um zu lernen, wie man die abgelöste Zunge durch die Nasenhöhle im hinteren Teil des Rachens navigiert, um jeweils zum Augenbrauenzentrum zu gelangen.

Die alten Texte sprechen hoch von dieser Praxis (die natürlich von einem Guru gelehrt werden muss), die die mächtigen Sekrete des Gehirns regulieren soll. Die körperlichen Vorteile einer solchen intensiven Übung sind für den modernen Menschen vielleicht zu groß, um sie zu schätzen, aber wenn man einmal die Zunge nach hinten dreht und den weichen Gaumen im hinteren Teil des Mundes berührt, kann man dieses Mudra einmal verstehen. Schauen Sie in das dritte Auge und atmen Sie 20 Runden lang.

Es wird gesagt, dass Khechari Mudra die Gehirnfunktionen direkt beeinflusst und die höheren Bewusstseinszentren erweckt. Mögest du einen höheren Zweck in diesem Leben finden: Om Shanti Om.

Inspiriert von Peter Photikoe

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