Symbolik des Dharma Shaasta (Sabarimala) #Yoga

Typischerweise wird Dharma Shaasta mit zwei Gemahlinnen gezeigt, nämlich Poorna und Pushkala. Diese Namen bedeuten “Vollständigkeit” und “Wohlstand” und sind Anspielungen auf die beiden Wege – Jnaana und Bhakti, über die man das Absolute als Selbstverwirklichung erreicht.

Anstelle der beiden Gemahlinnen repräsentieren diese die beiden Hälften des Herrn selbst in der reinen yogischen Haltung und Form, die man bei Sabarimala sieht.

Der Herr wird in einer einzigartigen Yogastellung gesehen, manchmal auch in Lord Narasimha, Dakshinamurthi oder Aanjaneya. Hier sitzt der Herr aufrecht, seine Beine sind gebeugt und beide Knöchel berühren das Mooladhara oder Wurzelchakra. Die Aufrichtigkeit der Haltung ermöglicht den freien Fluss von Kundalini Shakti oder der Lebenskraft durch die sieben Chakren. Es ist menschlich schwierig, eine solche Haltung für lange Zeit aufrechtzuerhalten, und um zu verhindern, dass die Beine verirren, hat der Herr ein Band (Yoga Pattai), das seine Beine mit dem Rücken bindet.

Somit ist Chin-Mudra oder die Geste der Konzentration, des Bewusstseins und der Realität die wahre und ultimative Lehre der Selbstverwirklichung. Man sieht genau dasselbe Mudra in Form von Dakshinamurthi. So hebt die rechte Hälfte von Dharma Shaasta den Lehrer oder den Shaasta-Aspekt hervor, und dies ist genau Poorna Devi – Vollständigkeit der Weisheit, des Wissens und des Verständnisses der Realität.

Die linke Hand des Herrn ruht auf seinem Bein und zeigt auf seine Füße. In allen sitzenden Formen von Ayyappan wird man definitiv sehen, wie das linke Bein angehoben wird, unabhängig davon, ob das rechte Bein angehoben ist (wie in der Yoga Asana-Form in Sabarimala) oder herunterhängt (wie in Veera Asana-Formen in anderen Tempeln). Je nach Höhe der Statue findet der Devotee, wenn er vor dem Herrn steht oder sitzt, die erhobenen Füße des Herrn auf der Höhe des Herzens. Dies und der Herr, der auf seine Füße zeigt, ist seine Botschaft, seine Füße fest im Herzen zu platzieren (Hrudkamalam). Der Herr als Krishna oder Narayana sagt dasselbe in der Bhagawad Gita – “Maam Ekam Sharanam Vraja”.

Die Füße des Herrn im Herzen zu haben und ständig über ihn nachzudenken, ist die Kultivierung von Bhakti oder göttlicher Liebe, und dies ist auch der einfachste Weg, um Sattva Guna, gutes Benehmen und Dharma zu kultivieren und letztendlich den Herrn zu erreichen. So hebt die linke Hälfte von Dharma Shaasta die Gerechtigkeit oder den Bhakti oder Dharma Aspekt hervor, und genau dies ist Pushkala Devi.

Somit bedeuten die beiden Gemahlinnen oder vielmehr die beiden Hälften des Herrn das Konzept von Dharma-Shaasta, wobei die Narayana- bzw. Shankara-Aspekte überwiegen.

Inspiriert von Rahul R

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